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17.09.2015

Patientenvertretung im G-BA: Podologie für alle Patienten mit Neuro- oder Angiopathien öffnen

Medizinische Fußpflege schützt vor Amputation – nicht nur Diabetiker

Patienten mit Neuro- oder Angiopathie (Schädigung der Nerven und des Gewebes) und krankhaften Schädigungen am Fuß drohen häufig unumkehrbare Folgeschäden, bis hin zu Amputationen. Sie brauchen daher regelmäßig medizinische Fußpflege (Podologie). Bisher gibt es diese Podologische Therapie aber nur für Diabetiker auf Kassenrezept, alle anderen zahlen selber oder riskieren Folgeschäden. Eine neue Gerichtsentscheidung bestätigt, dass diese Einschränkung rechtswidrig ist, wenn andere Grunderkrankungen zu den gleichen Schäden führen können wie Diabetes zum Diabetischen Fußsyndrom (Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht, 11.02.2015, L 5 KR 10/15 B ER).

Die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat daher einen Antrag eingebracht, um die Neuro- und Angiopathien mit dem Risiko unumkehrbarer Folgeschäden zum Ausgangspunkt einer Verordnung zu machen. Denn diese sind zentrales Problem beim Diabetischen Fuß, können aber auch Folge anderer Grunderkrankungen sein, z.B. Erkrankungen des rheumatoiden Formenkreises, Multiple Sklerose oder Atherosklerose.

Der G-BA hat beschlossen, den Antrag im Unterausschuss Veranlasste Leistung zu beraten. „Wir freuen uns, dass wir einen entscheidenden Schritt weitergekommen sind und hoffen jetzt auf zügige Beratungen,“ so Marion Rink, Patientenvertreterin.

Quelle: Patientenvertretung im G-BA, Pressemitteilung vom 17.09.2015